Salah Eldin Ahmed Ragab () (* 1935; † 3. Juli 2008 in Kairo) war ein ägyptischer Militärmusiker (Schlagzeuger, Pianist), der den Anstoß zur Verbreitung des Modern Jazz in seinem Heimatland gab.
Salah Ragab leitete seit den 1960er Jahren im Rang eines Majors die Militärmusik Ägyptens. Als Jazzfan gründete er 1968 mit Militärmusikern ein spezielles Orchester, dessen Musiker mit Unterstützung durch den aus dem Orchester Gustav Brom stammenden Bassisten Edu Vizvari Jazz spielen lernten; diese
Cairo Jazz Band trat ab 1969 auch öffentlich auf. Unter seiner Leitung spielte sie zunächst Arrangements von
Count Basie,
Buck Clayton, Joki Freund,
Bernd Rabe,
Peter Herbolzheimer,
Wolfgang Dauner und
Albert Mangelsdorff, erkundete aber bald auch den Bereich des freien Jazz und spielte seine eigenen Kompositionen ein. Unter anderem konzertierte diese Band 1971 mit dem
Arkestra von
Sun Ra; ein Teilensemble trat im gleichen Jahr mit den
Fourmenonly (
Herbert Joos, Wilfried Eichhorn, Claus Buehler, Rudolf Theilmann) auf. Ragab spielte auch mit
Embryo und
Abdullah Ibrahim (
Embryos Reise). 1983 nahm bei einem späteren Ägypten-Aufenthalt das
Sun Ra Arkestra zwei seiner Kompositionen auf.